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Die
Entstehungsgeschichte des SKW
Bereits
1899 gründete Gustav Thomas den
Turnverein Windhoek, den er bis 1917 leitete. 1909 wurde
begonnen, die Turnhalle nach Entwürfen von Otto Busch zu
bauen; das Richtefest folgte 1912.
Nach Ausbruch des
1. Weltkrieges wurde
die Turnhalle beschlagnahmt. Die Militärverwaltung
zahlte ordnungsgemäß ihre Miete an den Turnverein. 1920
ersuchte der Mieter, ‘United Forces Service Club’, eine
Ermäßigung der Miete. Der damalige Vorstand gab dem
Antrag nicht statt, sondern bat um Rückgabe seines
Eigentums. Dieses geschah 1920 und seitdem verwaltete
sich der Turnverein selbständig.
Es wurde viel an- und umgebaut und als man glaubte,
endlich am Ziel zu sein,
brach leider der 2. Weltkrieg
aus. Es folgten schwere Jahre von 1939 bis 1950.
Inzwischen hatte die Militärbehörde wieder die Turnhalle
beschlagnahmt und musste sie folglich geräumt werden.
Während der darauf folgenden Internierungszeit lichteten
sich die Reihen im Vorstand, doch Opa Tünschel, Max
Langer und Eduard Zimmer leiteten die Geschicke des
Vereins weiterhin.
Anfang 1940 ersuchte man dann den
Turnverein, seinen Grundbesitz nebst Gebäuden
an die
Militärbehörde zu verkaufen. Das war aber laut Satzungen
ausgeschlossen. In demselben Jahr wurde dem Vorstand
dann die Enteignungs-Order übergeben und als Vergütung
bot man £10 000 an. Es wurden heftige Diskussionen
geführt, da man ja eigentlich nicht verkaufen wollte! Am
Ende legte ein Schiedsgericht eine Summe von £19 000
fest. Nach Tilgung der Hypotheken blieben dem Verein
noch reichliche £14 000 an Kapital für einen Neubeginn.
Gegen Ende des Krieges - etwa 1945 -
gründete die Jugend den Fortuna 45 Sportverein. Fußball
und andere Sportarten wurden betrieben. Die beliebte
Fortuna Musikkapelle spielte regelmäßig bei
Veranstaltungen. Das Vereinslokal war das Geiks Hotel;
heute die First National Bank am Ausspannplatz, Ecke
Rehobother/Schinz Str.
Nach sehr langen und zähen Verhandlungen
kam endlich der Zusammenschluss des Turnvereins und
Fortuna zustande.
Daraus entstand der
SKW, welcher
am 2. März 1951 ins Leben gerufen wurde!
Es war damals hauptsächlich der Jugend zu
verdanken, das der SKW neu ausgebaut wurde.
Währenddessen war ein
Grundstück an der
Talstraße von der Stadtverwaltung erworben worden.
Dieses lag zwar zentral, befand sich aber 1,20m unter
der Straßenhöhe und war außerdem ein Prosopiswald!
Die Stadtverwaltung erlaubte diesen Kauf
damals unter der Bedingung, dass das Talrivier auf der
Westseite durch eine Stützmauer reguliert würde. Das
beruhte auf dem Wunsch, die Abwässer der alten Brauerei
zu regulieren. Das allein kostete schon £800.
Die Auffüllung dieses Grundstücks
erforderte die Heranschaffung von 14 000 m3 Schutt. Die
Firma EDUARD ZIMMER erledigte diese Arbeit in knapp 2
Jahren, ohne die Kosten zu berechnen.
Die Pläne für das Klubgebäude erstellte
die Firma Koch & Schultheiss. Der Kostenaufwand für den
Bau belief sich auf etwa £35 000. Das Gesamtobjekt war
aber leider finanziell nicht tragbar, und so wurden
Alternativen für eine Zwischenlösung erstellt.
Der erste Bauabschnitt begann endlich
Mitte 1951.
Gebaut
wurden:
-
das Vestibül und die Garderobe,
-
eine überdachte Tanzfläche,
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die Überdachung für den Turnbetrieb,
-
Umkleide- und Duschräume für die
Sportler,
-
Lagerschuppen und Flaschenraum,
-
der kleine Saal,
-
eine Einzäunung.
Das Richtefest wurde am 6. Oktober 1951
gefeiert. Die
Eröffnung des Klubs war am 14.
Dezember 1951.
Die endgültige Fertigstellung erfolgte im
Juni 1952 und ein reges Treiben herrschte über viele
Jahre in den schönen Räumen des SKW - sowohl kultureller
als auch sportlicher Art.
Typisch für diese Zeit, wurde
der
Windhoeker Karnevalsverein 1952 gegründet und wurde
der WIKA von da an ein fester Bestandteil des SKW.
1959 wurden weitere Neu- und Umbauten des SKW fertig
gestellt. Später folgte die Errichtung des großen Saals
(1964), die Kegelbahn (1970), und weitere Bauten wie die
Hausmeisterwohnung und verschiedene Verbesserungen.
Der SKW bestand letztendlich aus
folgenden Räumlichkeiten:
-
Einstöckiges Gebäude mit Räumen und
Wohnung
-
Großer Festsaal von 37 x 21 Metern; der
größte Versammlungsraum Windhoeks
-
Kleiner Festsaal von 14 x 9 Metern;
diente auch als Turnhalle
-
Privat Bar und öffentliche Bar
-
Biergarten
-
Gut eingerichtete Küche
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Kegelbahn
-
Tennisplätze
Es gab ausreichend Platz zum Parken,
sowie für Freiluftspiele und Leichtathletik. Für den
großen Saal wurden Fachkräfte aus Deutschland geholt,
welche dessen Einrichtung akustisch optimal berechneten.
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