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Geschichtlicher Überblick
von
Dirk Bockmühl
INHALT:
A.
Die
ältesten Pfeilspitzen
B.
Die erste Erwähnung von Armbrüsten
C.
Pfeilschäfte aus Aluminium
D.
Krieg,
Jagd und Sport
E.
Das Ende der Kreuzritterschaft
F.
Die SAN, Buschleute Namibias
G.
Bogenschiessen bei den Olympischen Spielen
H.
Mythen, Sagen und Legenden
I.
Die Philosophie des
Bogenschiessens
J.
Bogen-
und Pfeiltypen
Die
ersten Waffen der Menschen waren Keule und Speer, meist
überlebte der Stärkere- aber mit dem Pfeil und Bogen änderte
sich das. Tausende von Jahren spielten sie eine entscheidende
Rolle in der Geschichte der Menschheit. Fast zeitgleich auf
allen Kontinenten, mit Ausnahme von Australien, wurde der Bogen
überall erfunden. In Australien konnte der Speer nie verdrängt
werden. Pfeil und Bogen war die erste durch mechanische Kraft
betriebene Waffe. Sie hatte großen Einfluss auf den Auf- und
Niedergang von Nationen.
Ø
Die
ältesten Pfeilspitzen wurden in
Afrika gefunden und stammten ungefähr aus dem Jahr 25000 vor
Christi (v. Chr.). Prähistorische Höhlenzeichnungen zeigen Bögen
aller Art vor allem in Afrika, Spanien und Frankreich.
Ø
Wissenschafter haben die Theorie aufgestellt, dass Pfeil und
Bogen vom Wurfspeer abstammen. Ungefähr in der Zeit 25000 v.
Chr. bis 18000 v. Chr. haben Menschen angefangen, ihre
Steinpfeilspitzen mit Feuer zu härten und banden Federn an die
Schäfte um die Fluggenauigkeit zu verbessern.
Ø
In
Italien wurde ein Skelett in einem Grabmal gefunden mit einem
Fragment einer Feuerstein-Pfeilspitze im Becken, es stammte aus
11000 v. Chr..
Ø
In
Deutschland wurden Pfeilschäfte gefunden, die aus 9000 v. Chr.
stammen.
Ø
In
Dänemark wurden Bögen aus 8000 v. Chr. bis 6000 v.Chr. gefunden,
die aus einem Stück Eibe oder Ulme gemacht wurden. Der älteste
dieser noch existierenden Bögen wurde 1944 gefunden.
Ø
1991 wurde der Körper eines 45 jährigen Mannes an der Grenze
zwischen Österreich und Italien gefunden, er stammte aus 3300 v.
Chr.. Er hatte ein Ledertuch an, viele Taschen mit Werkzeugen,
ein Messer, ein Kupferbeil und einen Köcher mit 14 Pfeilen. Die
hölzernen Pfeile hatten Feuerstein-Spitzen, der Köcher hatte
eine Klappe um die Federn trocken zu halten.
Ø
Literatur aus 1500 v. Chr. und 1027 v.Chr. aus China enthielt
die
erste Erwähnung von
Armbrüsten. Der erste
chinesische Kaiser, Quin Shihuang, wurde 221 v. Chr. in einer
Grabkammer mit 6000 lebensgroßen Terracotta-Figuren, von denen
viele eine Armbrust hatten, beigesetzt.
Ø
Bögen und Armbrüste wurden beide bis ins späte 16. Jahrhundert
als die effektivsten Kriegswaffen in Europa und Asien gebraucht.
1520 wurde die Muskete erfunden. Die letzte Schlacht bei der
englische Bogenschützen gebraucht wurden war 1644.
Ø
1872 ließ Ephraim Morton aus Plymouth in Massachusetts, USA,
seinen Bogen mit Holzgriff und Stahlarmen patentieren.
Ø
Im
Jahr 1939 experimentierte James Easton mit
Pfeilschäften aus Aluminium,
und 1951 benutzte Max Hamilton als erster Kunststofffedern („Plastiflech“).
Ø
Der
erste „Compound“-Bogen wurde 1969 von Holless Wilber Allen
patentiert. Er hat diesen Bogen drei bis vier Jahre vorher
entwickelt mit dreieckigen exzentrisch gelagerten Rollen, die im
Flaschenzugprinzip die Zugkraft erleichterten.
Ø
James Easton entwickelte im Jahr 1983 den ersten Pfeilschaft aus
Karbonfasern.
Zeichnungen aus 7500 v. Chr. bis 5000 v. Chr. zeigen, dass die
Ägypter Bögen zum Jagen und zur Kriegsführung gebraucht haben.
Ebenfalls die Ägypter bauten den ersten mehrschichtigen Bogen,
um 2300 Jahre v. Chr.. Er war aus Holz, an den Enden mit
Tierhorn und wurde durch Tiersehnen und Klebe zusammengehalten.
Ohne Sehne hatte er die Form eines C’s und es benötigte zwei
Männer ihn zu spannen, sodass das C praktisch umgekehrt wurde.
Die Sehne wurde aus Schafeingeweiden gemacht. Die Pfeile, die
dafür gebraucht wurden, waren sehr leicht und konnten über 360m
weit mit diesem so genannten „composite“ Bogen, geschossen
werden. Diese Pfeile durchdrangen die damaligen Rüstungen mit
Leichtigkeit. Die Ägypter hatten hochbegabte und qualifizierte
Bogenschützen, die hinten auf Streitwagen standen und mit
Leichtigkeit eine Armee des Gegners auslöschen konnten.
Im
15. Jahrhundert beschrieb ein arabischer Autor den Bogen als mit
einem menschlichen Körper vergleichbar: Vier Grundelemente
bestehend aus Knochen, Fleisch, Arterien und Blut. Der Bogen
besteht aus Holz oder Knochen, vergleichbar mit dem Skelett.
Die Hornteile sind vergleichbar mit dem Fleisch, die Bogensehne
ist die Arterie und der Leim, die Klebe, ist das Blut.
Krieg, Jagd und Sport
Früher wurde der Bogen für Krieg und Jagd benutzt, heutzutage
gebraucht man ihn noch zur Jagd und zur sportlichen Betätigung.
Hier ein paar historische Ereignisse, wo das Bogenschießen eine
Rolle spielte:
In
250 v. Chr. begannen die Parther (vom heutigen Iran und
Afghanistan) mit dem Bogen vom Pferderücken zu kämpfen, sie
entwickelten eine Technik wobei sie angeblich flohen und dabei
Pfeile nach hinten auf die Verfolger abschossen.
In
1208 n.Chr. wurde Temujin zum großen Khan (Herrschertitel) der
Mongolen ernannt, besser bekannt als Djingis Khan. Die Mongolen
gebrauchten „composite“ Bögen mit ungefähr 70 Pfund Zugkraft und
einen Daumenring, der als Abzugsmechanismus diente. Ungerüstete
Mongolensoldaten hatten seidene Unterhemden an, um die
Verletzungsgefahr von feindlichen Pfeilen zu verringern. Der
Seidenstoff wickelte sich beim eindringen ohne zu reißen um die
Pfeilspitze. Dies erlaubte die saubere Entfernung der mit
Widerhaken versehenen Pfeile, indem man nur am Stoff zog.
In
Europa wurden viele Schlachten gefochten, hauptsächlich mit dem
Schwert aber später auch mit Bogen und Armbrust.
Das Ende der Kreuzritterschaft
brachte im Hundertjährigen Krieg, die Schlacht von Crecy 1346.
Als die Franzosen mit ihren Armbrustschützen und mit Hilfe der
500 Kreuzritter des deutschen Gegenkönigs Karl der Vierte auf
die in Frankreich eingefallenen Engländer warteten, begann es zu
regnen. Am nächsten Tag klärte es sich jedoch schon wieder auf
und da kamen sie, die Engländer unter König Edward. Es waren
sehr viele, 15 000 „longbow“ (Langbogen) Schützen. Als die
Franzosen den Angriff abwehren wollten, schossen sie ungenau,
oder die Sehnen der Armbrüste rissen sogar, denn sie waren beim
Regen vom vorigen Tag nass geworden. Die Engländer jedoch hatten
ihre Sehnen unter ihren Helmen trocken gehalten und schossen
demzufolge auch gut. In Überzahl und mit trockenen Bögen,
gewannen sie die Schlacht natürlich. König Karl wurde verwundet,
sein Vater, der blinde König Johann von Luxemburg blieb
erschlagen zurück und das Heer von dem französischen König
Philipp der Sechste wurde vernichtend geschlagen. Durch diesen
Erfolg mit Bögen trat das Ende der Kreuzritterschaft ein.
Die
Jagd mit dem Bogen verlangt dem Jäger bei weitem mehr Können ab
als das Jagen mit dem Gewehr. Man muss sich mit dem Bogen erst
richtig nah anpirschen können ohne dass das Wild Wind kriegt
oder einen sieht. Hat man dies geschafft, muss man die
Entfernung schätzen, wenn man nicht einen Distanzmesser hat. Nun
muss der Schuss so platziert werden, dass das Tier ziemlich
schnell verendet. Nicht wie beim Gewehr wo man schon von 100m
oder weiter schießen kann und das Tier keine Chance hat zu
entkommen.
Für
die Meisten ist das Jagen mit Pfeil und Bogen nur noch zum
Erbeuten von Trophäen. Es gibt aber noch Naturvölker, für die es
lebensnotwendig ist, wie z.B.
die San, Buschleute
Namibias und Botswanas, die
Kongopygmäen, die Amazonasindianer u. s. w..
Hier möchte ich einmal die San erwähnen: Es wird gesagt, dass
die Apachen (aus Nordamerika) und die San (aus Botswana und
Namibia), die zwei weltbesten Fährtenleser sind. Sie können aus
der Spur eines Tieres lesen, in welcher Stimmung das Tier war,
ob es verletzt ist, wie alt das Tier und die Fährte ist und die
genaue Richtung in die es weiterlaufen wird. Es hört sich an als
ob ich ein Märchen erzähle, aber es ist wahr. Sie sehen es an
unterschiedlichen Druckpunkten in der Spur.
Zum
Jagen nehmen die San das, was die Natur hergibt. Ihr Bogen ist
aus einem einfachen Stück Holz, das sie mit Pflanzenfett
einölen, damit es in der Trockenheit nicht platzt. Der Bogen ist
nicht länger als 80cm und schießt mit einer Zugkraft von weniger
als 20 Pfund. Die Pfeile haben heutzutage meist nur noch
Metallspitzen die, weil sie nicht die nötige Durchschlagkraft
haben, mit Gift aus Käferlaven beschmiert sind. Der Schaft fällt
ab sobald die Spitze im Ziel steckt und das Gift beginnt zu
wirken. Manchmal verfolgen die San das angeschossene Wild
tagelang bis es verendet, öfter nur ein paar Stunden.
Wir
modernen Menschen haben es verlernt, zu warten. Selbst wenn
einer meint, er hat viel Geduld und kann lange warten, ist das
nichts im Gegensatz zu der Geduld der San. Sie sitzen manchmal
einen halben Tag oder länger an einem Baum gelehnt und
beobachten eine Herde oder ein einzelnes Tier, bis sie meinen,
es ist nah genug herangezogen oder hat sich weit genug von der
Herde abgesondert, dass man es schießen kann. Sie jagen meistens
in Gruppen, so kann das Fleisch auch gleich gerecht verteilt
werden. Beim Pirschen reden die San oft laut miteinander, was
die Tiere allerdings nicht verscheucht denn die eigentümliche
Sprache mit den Schnalz- und Klicklauten, verweht im
Kalahariwind so, dass selbst Tiere in unmittelbarster Nähe nicht
aufschrecken.
In
den Jahren 1900, 1904 und 1920 wurde
das
Bogenschießen bei den olympischen Spielen
zwar zugelassen, konnte sich jedoch nicht richtig durchsetzen.
Seit 1972 wird es nun als eine sportliche Disziplin anerkannt.
Es sind Bogenvierkämpfe wo je 36 Pfeile auf die Distanzen 90,
70, 50 und 30m geschossen werden. Die Scheibe, auf die
geschossen wird, ist von außen nach innen weiß, schwarz, blau,
rot und in der Mitte gold angemalt. Sie wurde früher aus Stroh
und Schilf gemacht, heutzutage ist sie aus Kunststoff. Bei den
olympischen Wettkämpfen, werden allerdings nur „composite“ oder
„recurve“ Bögen zugelassen.
Mythen, Sagen und Legenden
Es
gibt viele Mythen, Sagen und Legenden übers Bogenschießen oder
die damit zu tun haben, sowie:
Ø
Robin Hood, ein englischer Sagenheld, beraubte die Reichen und
Adligen und beschenkte damit die Armen. Er galt als ein
ausgezeichneter Longbowschütze.
Zu
der Zeit galt das Bogenschießen als eine Kunst, die von allen
sozialen Schichten ausgeübt wurde. So war es auch üblich, dass
die Damen der Gesellschaft es als eine angemessene Art der
Beschäftigung achteten und damit auf Jagd gingen.
Ø
Amor, der römische Liebesgott mit seinen schicksalhaften
Pfeilen, der bis in die heutige Zeit immer wieder bildlich
dargestellt wird. Auch die Buschmänner befolgen immer noch das
Ritual, ihrer Angebeteten, kleine etwa 10cm große Liebespfeile
in das Hinterteil zu schießen, wenn sie einen Heiratsantrag
machen wollen.
Ø
Achilles, dem Mythischen Helden, der am ganzen Körper
unverwundbar war, weil seine Mutter, die Meergöttin Thetis, ihn
als Säugling in den Fluss Styx getunkt hatte. Nur an der Ferse,
wo seine Mutter ihn festgehalten hatte, war er verwundbar.
Später fiel er im Trojanischen Krieg durch einen von Apollo
gelenkten Pfeil des Paris, der ihn direkt in die Ferse traf.
Ø
Eines der 7 Weltwunder 260 Jahre v. Chr. ist der Kollos von
Rhodos, der in seiner rechten Hand die Flamme des Lichtes, in
der Linken einen Bogen hält.
Ø
Nach der alten griechischen Mythologie soll der Schütze, den wir
auch als Sternbild kennen, den Pfeil und Bogen erfunden haben.
Am südlichen Sternhimmel können wir ihn in den Wintermonaten,
links neben dem Skorpion am Abendhimmel sehen. In den Monaten
Dezember, Januar ist er für uns hier nicht sichtbar, da er da zu
nah an der Sonne steht.
Ø
Sebastian, ein Hauptmann der Prätorianer (Leibwächter) vom
römischen Kaiser Diokletian, sollte mit Pfeilen im Jahr 288 zu
Tode geschossen werden, als sein Glaube an Christ entdeckt
wurde. Nach der Untat wurde er von einem Freund entdeckt, der
sah dass Sebastian noch lebte und pflegte ihn bis zur Genesung.
Später verkündete er sein Schicksal vor dem Palast des Kaisers.
Dieser befahl seinen Wachen ihn zu Tode zu schlagen. Der
Leichnam wurde von seinen Freunden im Abwasserkanal gefunden und
unter der Stadt Rom in den Katakomben beigesetzt. Sebastian
wurde zum Schutzpatron der Bogenschützen ernannt.
Ø
1307 wurde Wilhelm Tell (der als exzellenter Armbrustschütze
galt) befohlen, einen Apfel von dem Kopf seines Sohnes zu
schießen. Er hatte sich geweigert, sich vor einem Hut, der als
Zeichen des mächtigen Kaiserreiches auf einem Pfahl montiert
war, zu verbeugen. Er schaffte es, den Apfel von dem Kopf seines
Sohnes herunterzuschießen ohne ihn zu verletzen. Es wurde
gesagt, dass er einen zweiten Armbrustbolzen versteckt hatte mit
dem er, falls sein Sohn erschossen worden wäre, den Beamten, der
ihn befohlen hatte den Apfel abzuschießen, ebenfalls getötet
hätte.
Philosophie
Beim Bogenschießen sollte man nicht nur körperlich fit und stark
sein, sondern auch geistig. Beim Schießen muss man alles um sich
herum vergessen und nur noch sich, den Pfeil und das Ziel sehen.
Man sollte irgendwo ein Gleichgewicht zwischen physischer und
mentaler Stärke finden.
Der
Zen-Buddhismus, der seinen Ursprung in Japan hat, betreibt das
Bogenschießen nicht als eine Sportart, sondern fordert den Geist
heraus und zwingt einen zur Selbstüberschreitung. Der Schütze
und die Scheibe sind nicht mehr zwei entgegen gesetzte Dinge
sondern sind eine einzige Wirklichkeit. Wenn der gegen 2m lange
Bogen (aus Bambus und mit außergewöhnlicher Spannkraft) soweit
ausgezogen ist, dass er das „All“ in sich einschließt, wird der
Pfeil mühelos abgeschossen. Dieses alles geschieht ohne
Aufbietung großer körperlicher Kraft, d.h. Arm- und
Schultermuskeln bleiben locker, die Hände tun die Arbeit. Das
erreicht man nur, in dem eine besondere Atemtechnik angewandt
wird, in dieser Atmung liegt der Ursprung aller geistigen Kraft.
Die Technik muss überschritten werden, so dass das Können zu
einer „nichtgekonnten Kunst“ wird, die aus dem Unbewußten
wächst.
Um
das zu erlangen, d.h. frei zu sein von seinem Selbst, und das
Bogenschiessen als eine vergeistigte Handlung auszuführen,
bedarf viele, viele Jahre Unterricht von einem Zenmeister.
Das
Bogenschießen, so wie ich es kenne, ist auch nicht ganz leicht
zu lernen. Man muss auf alles achten, bei jedem Schuss muss man
immer wieder das gleiche tun. Das fängt mit dem Stand an, die
Füße müssen parallel zum Ziel stehen. Dann kann man den Pfeil
ansetzen, den Bogen hochnehmen und gleichmäßig ausziehen, bis
der linke Arm (wenn man Rechtshänder ist) fast gestreckt ist.
Dabei muss man darauf achten, dass man aus der Schulter heraus
zieht, nicht mit dem Bizeps. Wenn man die Sehne an der Wange und
Nasenspitze angesetzt hat, kann man das Ziel anvisieren und erst
wenn man richtig gut still hält kann man abdrücken (abdrücken
meine ich wenn man ein „Release aid“, einen Abzugmechanismus
hat). Nach dem Schuss hält man den Bogen noch ein wenig oben,
bevor man ihn herunternimmt. Bei diesem ganzen Verlauf muss man
immer eine gerade Körperhaltung behalten.
Bogen- und Pfeiltypen
Bei
Pfeil und Bogen wird durch technischem Fortschritt immer etwas
neueres und moderneres erfunden und entworfen. Das Schießen wird
immer einfacher und genauer gemacht.
Heutzutage wird hauptsächlich mit sogenannten „compound-“ und „endless“
Bögen geschossen, die durch exzentrisch gelagerte Rollen an den
Enden es durch das Flaschenzug-Prinzip ermöglichen, dass man z.
B. nur 20 Pfund zieht, wobei der Bogen mit 40 Pfund stark
schießt. Die Arme und der Griff der Bögen sind aus Kunststoff.
Der einzige Unterschied zwischen den beiden Bögen ist, dass man
beim „endless-“ so weit ziehen kann wie man möchte, beim
„compound“ Bogen muss man sich die Länge der Bogensehne erst
nach seiner Armlänge einstellen.
Es
wird auch relativ viel mit dem so genannten „recurve“ oder „composite“
Bogen geschossen. Der „composite“ Bogen ist ähnlich wie früher
aus verschiedenen Lagen gebaut. Da der Bogen an der Außenseite
sich stark biegen, also dehnen muss ohne zu splittern, muss hier
ein entsprechendes Material verwendet werden, das dies
ermöglicht. In der Mitte des Bogens wird das Material stark
zusammen gepresst um alles zu halten. Mit dem „composite“ Bogen
ist es meiner Meinung nach eine größere Kunst zu schießen, weil
er keine exzentrisch gelagerten Räder hat und nicht so modern
ist.
An
jedem Bogen muss ein Visier sein, zum zielen. Auch da gibt es
viele verschiedene Arten, es gibt Sportvisiere und Jagdvisiere.
Bei einem Sportvisier hat man nur einen verstellbaren Stift, den
man auf die jeweilige Entfernung einstellen kann. Beim
Jagdvisier hat man bis zu fünf Stifte, die man nach Belieben auf
fünf verschiedene Distanzen (zum Beispiel 20m, 30m, 40m, 50m und
60m) einstellt und so lässt.
Die
meisten Bögen haben ein Gegengewicht, einen so genannten „shock-blocker“
oder „stabilizer“, der die Vibration vom Schuss vermindern soll.
(Man kann auch ohne diesen Zusatz schießen, aber mit ihm geht es
besser).
Bei
den Pfeilen gibt es ebenfalls eine große Auswahl. Die meist
gebrauchten Pfeile sind aus Aluminium, es gibt auch welche die
aus so genannten Karbonfasern sind. Die modernsten Pfeile sind
aus feinem Graphit mit Fasergerüst. Die Spitzen sind aus
verschiedenen Metallen. Für die Jagd auf Großwild gibt es
Pfeilspitzen mit 2, 3 und 4 Klingen, die sehr scharf und spitz
sind. Für Vögel und kleinere Tiere verwendet man ganz normale
Rundspitzen die auch für das Sportschießen auf Zielscheibe
gebraucht werden. Die Federn sind aus Kunststoff und die Kerben
am Pfeil ebenfalls.
Literaturverzeichnis:
1.
Internet
2.
The
Bushmen; Johnson, Bannister, Wannenburgh
Lexika
4.
Huntinamibia
5.
Bowhunter’s Digest; Adams
6.
Der
Zen Weg; Herrigel
7.
Gespraeche mit Fam. Pinsenschaum und Herrn Kohl,
Robin Hood; J. C. Holt, Professor of Medieval History,
University
of Campridge
9.
Africa’s Bowhunter & Archer
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