Klub ^ Infos

Fussball

Fussball Alte Herren

Volleyball

Faustball

Tennis

Tischtennis

Kegeln

Trampolin

Rhythm. Gymnastik

SKW ^ Kinderseiten

Bogenschiessen

Ferngesteuerte Autos

 


 

Ansprechpersonen Bogenschiessen:

 

1. Vorsitzende:

Frank Bockmuehl

081 127 8665

 

2. Vorsitzende:

Rolf Rohrmueller

081 129 6013

 

Kassenwart:

Rüdiger Woortman

081 124 1074

 

 

Sekretärin:

Anita Park

081 124 2824

 

Kooperative Mitglieder:

Harvey Park

081 124 2824

 


 
SKW Bogenschiessen ¬ Geschichte

 

 

 

 

Wetteraussichten für Windhoek

 

Für Fragen und Anregungen bitte unseren  webmaster kontaktieren.

 

Wir empfehlen den Internet Browser FireFox

 

 

 

Empfehlenswerte Links/Webseiten:

 

hoyt.com

 

martinarchery.com

 

ifaaarchery.org

 

archery.org/

 

wfac2008.com

 
 Bogenschiessen ¬ Info Berichte PunkteständeEvents  Geschichtliches Gallerie
 

Geschichtlicher Überblick

von Dirk Bockmühl

INHALT:

A. Die ältesten Pfeilspitzen

B. Die erste Erwähnung von Armbrüsten

C. Pfeilschäfte aus Aluminium

D. Krieg, Jagd und Sport

E. Das Ende der Kreuzritterschaft

F. Die SAN, Buschleute Namibias

G. Bogenschiessen bei den Olympischen Spielen

H. Mythen, Sagen und Legenden

I.  Die Philosophie des Bogenschiessens

J.  Bogen- und Pfeiltypen

 

Die ersten Waffen der Menschen waren Keule und Speer, meist überlebte der Stärkere- aber mit dem Pfeil und Bogen änderte sich das. Tausende von Jahren spielten sie eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Menschheit. Fast zeitgleich auf allen Kontinenten, mit Ausnahme von Australien, wurde der Bogen überall erfunden. In Australien konnte der Speer nie verdrängt werden. Pfeil und Bogen war die erste durch mechanische Kraft betriebene Waffe. Sie hatte großen Einfluss auf den Auf- und Niedergang von Nationen.

 

Ø       Die ältesten Pfeilspitzen wurden in Afrika gefunden und stammten ungefähr aus dem Jahr 25000 vor Christi (v. Chr.). Prähistorische Höhlenzeichnungen zeigen Bögen aller Art vor allem in Afrika, Spanien und Frankreich.

 

Ø       Wissenschafter haben die Theorie aufgestellt, dass Pfeil und Bogen vom Wurfspeer abstammen. Ungefähr in der Zeit 25000 v. Chr. bis 18000 v. Chr. haben Menschen angefangen, ihre Steinpfeilspitzen mit Feuer zu härten und banden Federn an die Schäfte um die Fluggenauigkeit zu verbessern.

 

Ø       In Italien wurde ein Skelett in einem Grabmal gefunden mit einem Fragment einer Feuerstein-Pfeilspitze im Becken, es stammte aus 11000 v. Chr..

 

Ø       In Deutschland wurden Pfeilschäfte gefunden, die aus 9000 v. Chr. stammen.

 

Ø       In Dänemark wurden Bögen aus 8000 v. Chr. bis 6000 v.Chr. gefunden, die aus einem Stück Eibe oder Ulme gemacht wurden. Der älteste dieser noch existierenden Bögen wurde 1944 gefunden.

 

Ø       1991 wurde der Körper eines 45 jährigen Mannes an der Grenze zwischen Österreich und Italien gefunden, er stammte aus 3300 v. Chr.. Er hatte ein Ledertuch an, viele Taschen mit Werkzeugen, ein Messer, ein Kupferbeil und einen Köcher mit 14 Pfeilen. Die hölzernen Pfeile hatten Feuerstein-Spitzen, der Köcher hatte eine Klappe um die Federn trocken zu halten.

 

Ø       Literatur aus 1500 v. Chr. und 1027 v.Chr. aus China enthielt die erste Erwähnung von Armbrüsten. Der erste chinesische Kaiser, Quin Shihuang, wurde 221 v. Chr. in einer Grabkammer mit 6000 lebensgroßen Terracotta-Figuren, von denen viele eine Armbrust hatten, beigesetzt.

 

Ø       Bögen und Armbrüste wurden beide bis ins späte 16. Jahrhundert als die effektivsten Kriegswaffen in Europa und Asien gebraucht. 1520 wurde die Muskete erfunden. Die letzte Schlacht bei der englische Bogenschützen gebraucht wurden war 1644.

 

Ø       1872 ließ Ephraim Morton aus Plymouth in Massachusetts, USA, seinen Bogen mit Holzgriff und Stahlarmen patentieren.

 

Ø       Im Jahr 1939 experimentierte James Easton mit Pfeilschäften aus Aluminium, und 1951 benutzte Max Hamilton als erster Kunststofffedern („Plastiflech“).

 

Ø       Der erste „Compound“-Bogen wurde 1969 von Holless Wilber Allen patentiert. Er  hat diesen Bogen drei bis vier Jahre vorher entwickelt mit dreieckigen exzentrisch gelagerten Rollen, die im Flaschenzugprinzip die Zugkraft erleichterten.

 

Ø       James Easton entwickelte im Jahr 1983 den ersten Pfeilschaft aus Karbonfasern.

 

Zeichnungen aus 7500 v. Chr. bis 5000 v. Chr. zeigen, dass die Ägypter Bögen zum Jagen und zur Kriegsführung gebraucht haben. Ebenfalls die Ägypter bauten den ersten mehrschichtigen Bogen, um 2300 Jahre v. Chr.. Er war aus Holz, an den Enden mit Tierhorn und wurde durch Tiersehnen und Klebe zusammengehalten. Ohne Sehne hatte er die Form eines C’s und es benötigte zwei Männer ihn zu spannen, sodass das C praktisch umgekehrt wurde. Die Sehne wurde aus Schafeingeweiden gemacht. Die Pfeile, die dafür gebraucht wurden, waren sehr leicht und konnten über 360m weit mit diesem so genannten „composite“ Bogen, geschossen werden. Diese Pfeile durchdrangen die damaligen Rüstungen mit Leichtigkeit. Die Ägypter hatten hochbegabte und qualifizierte Bogenschützen, die hinten auf Streitwagen standen und mit Leichtigkeit eine Armee des Gegners auslöschen konnten.

Im 15. Jahrhundert beschrieb ein arabischer Autor den Bogen als mit einem menschlichen Körper vergleichbar: Vier Grundelemente bestehend aus Knochen, Fleisch, Arterien und Blut. Der Bogen besteht aus Holz oder Knochen, vergleichbar mit dem  Skelett. Die Hornteile sind vergleichbar mit dem Fleisch, die Bogensehne ist die Arterie und der Leim, die Klebe, ist das Blut.

 

 

Krieg, Jagd und Sport

 

Früher wurde der Bogen für Krieg und Jagd benutzt, heutzutage gebraucht man ihn noch zur Jagd und zur sportlichen Betätigung. Hier ein paar historische Ereignisse, wo das Bogenschießen eine Rolle spielte:

 

In 250 v. Chr. begannen die Parther (vom heutigen Iran und Afghanistan) mit dem Bogen vom Pferderücken zu kämpfen, sie entwickelten eine Technik wobei sie angeblich flohen und dabei Pfeile nach hinten auf die Verfolger abschossen.

 

In 1208 n.Chr. wurde Temujin zum großen Khan (Herrschertitel) der Mongolen ernannt, besser bekannt als Djingis Khan. Die Mongolen gebrauchten „composite“ Bögen mit ungefähr 70 Pfund Zugkraft und einen Daumenring, der als Abzugsmechanismus diente. Ungerüstete Mongolensoldaten hatten seidene Unterhemden an, um die Verletzungsgefahr von feindlichen Pfeilen zu verringern. Der Seidenstoff wickelte sich beim eindringen ohne zu reißen um die Pfeilspitze. Dies erlaubte die saubere Entfernung der mit Widerhaken versehenen Pfeile, indem man nur am Stoff zog.

 

In Europa wurden viele Schlachten gefochten, hauptsächlich mit dem Schwert aber später auch mit Bogen und Armbrust. Das Ende der Kreuzritterschaft brachte im Hundertjährigen Krieg, die Schlacht von Crecy 1346. Als die Franzosen mit ihren Armbrustschützen und mit Hilfe der 500 Kreuzritter des deutschen Gegenkönigs Karl der Vierte auf die in Frankreich eingefallenen Engländer warteten, begann es zu regnen. Am nächsten Tag klärte es sich jedoch schon wieder auf und da kamen sie, die Engländer unter König Edward. Es waren sehr viele, 15 000 „longbow“ (Langbogen) Schützen. Als die Franzosen den Angriff abwehren wollten, schossen sie ungenau, oder die Sehnen der Armbrüste rissen sogar, denn sie waren beim Regen vom vorigen Tag nass geworden. Die Engländer jedoch hatten ihre Sehnen unter ihren Helmen trocken gehalten und schossen demzufolge auch gut. In Überzahl und mit trockenen Bögen, gewannen sie die Schlacht natürlich. König Karl wurde verwundet, sein Vater, der blinde König Johann von Luxemburg blieb erschlagen zurück und das Heer von dem französischen König Philipp der Sechste wurde vernichtend geschlagen. Durch diesen Erfolg mit Bögen trat das Ende der Kreuzritterschaft ein.

 

Die Jagd mit dem Bogen verlangt dem Jäger bei weitem mehr Können ab als das Jagen  mit dem Gewehr. Man muss sich mit dem Bogen erst richtig nah anpirschen können ohne dass das Wild Wind kriegt oder einen sieht. Hat man dies geschafft, muss man die Entfernung schätzen, wenn man nicht einen Distanzmesser hat. Nun muss der Schuss so platziert werden, dass das Tier ziemlich schnell verendet. Nicht wie beim Gewehr wo man schon von 100m oder weiter schießen kann und das Tier keine Chance hat zu entkommen.

 

 

Für die Meisten ist das Jagen mit Pfeil und Bogen nur noch zum Erbeuten von Trophäen. Es gibt aber noch Naturvölker, für die es lebensnotwendig ist, wie z.B. die San, Buschleute Namibias und Botswanas, die Kongopygmäen, die Amazonasindianer u. s. w..

 

 

Hier möchte ich einmal die San erwähnen: Es wird gesagt, dass die Apachen (aus Nordamerika) und die San (aus Botswana und Namibia), die zwei weltbesten Fährtenleser sind. Sie können aus der Spur eines Tieres lesen, in welcher Stimmung das Tier war, ob es verletzt ist, wie alt das Tier und die Fährte ist und die genaue Richtung in die es weiterlaufen wird. Es hört sich an als ob ich ein Märchen erzähle, aber es ist wahr. Sie sehen es an unterschiedlichen Druckpunkten in der Spur.

 

Zum Jagen nehmen die San das, was die Natur hergibt. Ihr Bogen ist aus einem einfachen Stück Holz, das sie mit Pflanzenfett einölen, damit es in der Trockenheit nicht platzt. Der Bogen ist nicht länger als 80cm und schießt mit einer Zugkraft von weniger als 20 Pfund. Die Pfeile haben heutzutage meist nur noch Metallspitzen die, weil sie nicht die nötige Durchschlagkraft haben, mit Gift aus Käferlaven beschmiert sind. Der Schaft fällt ab sobald die Spitze im Ziel steckt und das Gift beginnt zu wirken. Manchmal verfolgen die San das angeschossene Wild tagelang bis es verendet, öfter nur ein paar Stunden.

 

 

Wir modernen Menschen haben es verlernt, zu warten. Selbst wenn einer meint, er hat viel Geduld und kann lange warten, ist das nichts im Gegensatz zu der Geduld der San. Sie sitzen manchmal einen halben Tag oder länger an einem Baum gelehnt und beobachten eine Herde oder ein einzelnes Tier, bis sie meinen, es ist nah genug herangezogen oder hat sich weit genug von der Herde abgesondert, dass man es schießen kann. Sie jagen meistens in Gruppen, so kann das Fleisch auch gleich gerecht verteilt werden. Beim Pirschen reden die San oft laut miteinander, was die Tiere allerdings nicht verscheucht denn die eigentümliche Sprache mit den Schnalz- und Klicklauten, verweht im Kalahariwind so, dass selbst Tiere in unmittelbarster Nähe nicht aufschrecken.

 

In den Jahren 1900, 1904 und 1920 wurde das Bogenschießen bei den olympischen Spielen zwar zugelassen, konnte sich jedoch nicht richtig durchsetzen. Seit 1972 wird es nun als eine sportliche Disziplin anerkannt. Es sind Bogenvierkämpfe wo je 36 Pfeile auf die Distanzen 90, 70, 50 und 30m geschossen werden. Die Scheibe, auf die geschossen wird, ist von außen nach innen weiß, schwarz, blau, rot und in der Mitte gold angemalt. Sie wurde früher aus Stroh und Schilf gemacht, heutzutage ist sie aus Kunststoff. Bei den olympischen Wettkämpfen, werden allerdings nur „composite“ oder „recurve“ Bögen zugelassen.

 

 

Mythen, Sagen und Legenden

 

Es gibt viele Mythen, Sagen und Legenden übers Bogenschießen oder die damit zu tun haben, sowie:

 

 

Ø       Robin Hood, ein englischer Sagenheld, beraubte die Reichen und Adligen und beschenkte damit die Armen. Er galt als ein ausgezeichneter Longbowschütze.

Zu der Zeit galt das Bogenschießen als eine Kunst, die von allen sozialen Schichten ausgeübt wurde. So war es auch üblich, dass die Damen der Gesellschaft es als eine angemessene Art der Beschäftigung achteten und damit auf Jagd gingen. 

 

Ø       Amor, der römische Liebesgott mit seinen schicksalhaften Pfeilen, der bis in die heutige Zeit immer wieder bildlich dargestellt wird. Auch die Buschmänner befolgen immer noch das Ritual, ihrer Angebeteten, kleine etwa 10cm große Liebespfeile in das Hinterteil zu schießen, wenn sie einen Heiratsantrag machen wollen.

 

Ø       Achilles, dem Mythischen Helden, der am ganzen Körper unverwundbar war, weil seine Mutter, die Meergöttin Thetis, ihn als Säugling in den Fluss Styx getunkt hatte. Nur an der Ferse, wo seine Mutter ihn festgehalten hatte, war er verwundbar. Später fiel er im Trojanischen Krieg durch einen von Apollo gelenkten Pfeil des Paris, der ihn direkt in die Ferse traf.

 

Ø       Eines der 7 Weltwunder 260 Jahre v. Chr. ist der Kollos von Rhodos, der in seiner rechten Hand die Flamme des Lichtes, in der Linken einen Bogen hält.

 

Ø       Nach der alten griechischen Mythologie soll der Schütze, den wir auch als Sternbild kennen, den Pfeil und Bogen erfunden haben. Am südlichen Sternhimmel können wir ihn in den Wintermonaten, links neben dem Skorpion am Abendhimmel sehen. In den Monaten Dezember, Januar ist er für uns hier nicht sichtbar, da er da zu nah an der Sonne steht.

 

Ø       Sebastian, ein Hauptmann der Prätorianer (Leibwächter) vom römischen Kaiser Diokletian, sollte mit Pfeilen im Jahr 288 zu Tode geschossen werden, als sein Glaube an Christ entdeckt wurde. Nach der Untat wurde er von einem Freund entdeckt, der sah dass Sebastian noch lebte und pflegte ihn bis zur Genesung. Später verkündete er sein Schicksal vor dem Palast des Kaisers. Dieser befahl seinen Wachen ihn zu Tode zu schlagen. Der Leichnam wurde von seinen Freunden im Abwasserkanal gefunden und unter der Stadt Rom in den Katakomben beigesetzt. Sebastian wurde zum Schutzpatron der Bogenschützen ernannt.

Ø       1307 wurde Wilhelm Tell (der als exzellenter Armbrustschütze galt) befohlen, einen Apfel von dem Kopf seines Sohnes zu schießen. Er hatte sich geweigert, sich vor einem Hut, der als Zeichen des mächtigen Kaiserreiches auf einem Pfahl montiert war, zu verbeugen. Er schaffte es, den Apfel von dem Kopf seines Sohnes herunterzuschießen ohne ihn zu verletzen. Es wurde gesagt, dass er einen zweiten Armbrustbolzen versteckt hatte mit dem er, falls sein Sohn erschossen worden wäre, den Beamten, der ihn befohlen hatte den Apfel abzuschießen, ebenfalls getötet hätte.

 

 

Philosophie

 

Beim Bogenschießen sollte man nicht nur körperlich fit und stark sein, sondern auch geistig. Beim Schießen muss man alles um sich herum vergessen und nur noch sich, den Pfeil und das Ziel sehen. Man sollte irgendwo ein Gleichgewicht zwischen physischer und mentaler Stärke finden.

 

Der Zen-Buddhismus, der seinen Ursprung in Japan hat, betreibt das Bogenschießen nicht als eine Sportart, sondern fordert den Geist heraus und zwingt einen zur Selbstüberschreitung. Der Schütze und die Scheibe sind nicht mehr zwei entgegen gesetzte Dinge sondern sind eine einzige Wirklichkeit. Wenn der gegen 2m lange Bogen (aus Bambus und mit außergewöhnlicher Spannkraft) soweit ausgezogen ist, dass er das „All“ in sich einschließt, wird der Pfeil mühelos abgeschossen. Dieses alles geschieht ohne Aufbietung großer körperlicher Kraft, d.h. Arm- und Schultermuskeln bleiben locker, die Hände tun die Arbeit. Das erreicht man nur, in dem eine besondere Atemtechnik angewandt wird, in dieser Atmung liegt der Ursprung aller geistigen Kraft. Die Technik muss überschritten werden, so dass das Können zu einer „nichtgekonnten Kunst“ wird, die aus dem Unbewußten wächst.

Um das zu erlangen, d.h. frei zu sein von seinem Selbst, und das Bogenschiessen als eine vergeistigte Handlung auszuführen, bedarf viele, viele Jahre Unterricht von einem Zenmeister.

 

Das Bogenschießen, so wie ich es kenne, ist auch nicht ganz leicht zu lernen. Man muss auf alles achten, bei jedem Schuss muss man immer wieder das gleiche tun. Das fängt mit dem Stand an, die Füße müssen parallel zum Ziel stehen. Dann kann man den Pfeil ansetzen, den Bogen hochnehmen und gleichmäßig ausziehen, bis der linke Arm (wenn man Rechtshänder ist) fast gestreckt ist. Dabei muss man darauf achten, dass man aus der Schulter heraus zieht, nicht mit dem Bizeps. Wenn man die Sehne an der Wange und Nasenspitze angesetzt hat, kann man das Ziel anvisieren und erst wenn man richtig gut still hält kann man abdrücken (abdrücken meine ich wenn man ein „Release aid“, einen Abzugmechanismus hat). Nach dem Schuss hält man den Bogen noch ein wenig oben, bevor man ihn herunternimmt. Bei diesem ganzen Verlauf muss man immer eine gerade Körperhaltung behalten.   

 

 

Bogen- und Pfeiltypen

 

Bei Pfeil und Bogen wird durch technischem Fortschritt immer etwas neueres und moderneres erfunden und entworfen. Das Schießen wird immer einfacher und genauer gemacht.

 

Heutzutage wird hauptsächlich mit sogenannten „compound-“ und „endless“ Bögen geschossen, die durch exzentrisch gelagerte Rollen an den Enden es durch das Flaschenzug-Prinzip ermöglichen, dass man z. B. nur 20 Pfund zieht, wobei der Bogen mit 40 Pfund stark schießt. Die Arme und der Griff der Bögen sind aus Kunststoff. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Bögen ist, dass man beim „endless-“ so weit ziehen kann wie man möchte, beim „compound“ Bogen muss man sich die Länge der Bogensehne erst nach seiner Armlänge einstellen.

 

Es wird auch relativ viel mit dem so genannten „recurve“ oder „composite“ Bogen geschossen. Der „composite“ Bogen ist ähnlich wie früher aus verschiedenen Lagen gebaut. Da der Bogen an der Außenseite sich stark biegen, also dehnen muss ohne zu splittern, muss hier ein entsprechendes Material verwendet werden, das dies ermöglicht. In der Mitte des Bogens wird das Material stark zusammen gepresst um alles zu halten.  Mit dem „composite“ Bogen ist es meiner Meinung nach eine größere Kunst zu schießen, weil er keine exzentrisch gelagerten Räder hat und nicht so modern ist.

An jedem Bogen muss ein Visier sein, zum zielen. Auch da gibt es viele verschiedene Arten, es gibt Sportvisiere und Jagdvisiere. Bei einem Sportvisier hat man nur einen verstellbaren Stift, den man auf die jeweilige Entfernung einstellen kann. Beim Jagdvisier hat man bis zu fünf Stifte, die man nach Belieben auf fünf verschiedene Distanzen (zum Beispiel 20m, 30m, 40m, 50m und 60m) einstellt und so lässt.

Die meisten Bögen haben ein Gegengewicht, einen so genannten „shock-blocker“ oder „stabilizer“, der die Vibration vom Schuss vermindern soll. (Man kann auch ohne diesen Zusatz schießen, aber mit ihm geht es besser).

Bei den Pfeilen gibt es ebenfalls eine große Auswahl. Die meist gebrauchten Pfeile sind aus Aluminium, es gibt auch welche die aus so genannten Karbonfasern sind. Die modernsten Pfeile sind aus feinem Graphit mit Fasergerüst. Die Spitzen sind aus verschiedenen Metallen. Für die Jagd auf  Großwild gibt es Pfeilspitzen mit 2, 3 und 4 Klingen, die sehr scharf und spitz sind. Für Vögel und kleinere Tiere verwendet man ganz normale Rundspitzen die auch für das Sportschießen auf Zielscheibe gebraucht werden. Die Federn sind aus Kunststoff und die Kerben am Pfeil ebenfalls.

 

 

Literaturverzeichnis:

 

1.      Internet

2.      The Bushmen; Johnson, Bannister, Wannenburgh Lexika

4.      Huntinamibia

5.      Bowhunter’s Digest; Adams

6.      Der Zen Weg;  Herrigel

7.      Gespraeche mit Fam. Pinsenschaum und Herrn Kohl,

        Robin Hood; J. C. Holt, Professor of Medieval History, University

        of Campridge

9.      Africa’s Bowhunter & Archer

 

 

 
 

TauschboerseINTERNKontaktLageplan